Shantor Turail

Es ist nicht tot, was ewig liegt, bis das die Zeit den Tod besiegt!

Description:

Shantor ist ein noch recht junger Kaer-geborener Elf von 61 Jahren. Für einen Elfen ist er zwar von recht schmächtiger Statur, aber diesen körperlichen Nachteil macht er oft durch seine überdurchschnittlichen Geistesfähigkeiten mehr als wett. Wie die meisten seiner Art hat er strahlend weiße Haare. Durch seine großen braunen Augen wirkt er immer etwas jungenhaft, auch wenn sich die Anstrengungen der nun schon erlebten Abenteuer so langsam in seinem Gesicht Spuren der Reife hinterlassen.

Bekleidet ist Shantor mittlerweile mit einer orange-roten Kaputzenrobe im Stile der alten elfischen Magier, welche Shantor schon in seiner Jugend sehr bewundert hatte. Immer in der Hand hat er seinen Stab Orichalus, welchen er mit seinen Gefährten in Kaer Akarem gefunden hatte. Des Weiteren trägt er im Normalfall einen Rucksack, in welchem er sein restliches Gepäck verstaut hat. Für die etwas schwereren Gegenstände benutzt er meistens Balthasar als Lastesel, natürlich würde er diese Tatsache so niemals laut aussprechen.

An seinem Erscheinungsbild ist es für den Kenner der elfischen Religion auch erkennbar, dass sich Shantor Draesis ti’Morel, dem Rad des Lebens, der einzig nennenswerten elfischen Religion, verschrieben hat, und nun auf Mes ti’Telenetishsa, dem Pfad des Gelehrten, wandelt.

Bio:

Pfad des Kriegers

Shantor wandelte wie alle Elfen, die dem Glauben des Rades des Lebens folgen und sich auf Mes ti’Meraerthsa, dem Pfad des Kriegers, befinden, in den ersten Jahren relativ unbekümmert durch die Welt. Gerade für ihn als dem Wissen zugewandten Elf waren die wenigen Jahre nach der Öffnung seines Heimat Kaer’s berauschend. Es gab in der Welt so viele neue Dinge zu erleben und zu bestaunen, so dass es kaum verwunderlich war, dass er mit seinen Freunden Vitosh, Balthasar und Rob auszog die Welt zu bereisen, Abenteuer zu erleben, Wissen zu mehren und zu einem mächtigen Magier heranzureifen.
Natürlich waren die Geschichten über Abenteuer, die Shantor im Kaer immer wieder zu hören bekam, nicht das, was er in der Realität erleben musste. So wurde er schon bei seiner ersten Begegnung mit einem Horrorkonstrukt, nur wenige Tage nach Verlassen des Kaer’s, tödlich verwundet und konnte nur durch die große Heilkunst der Ork Schamanin Kraka wieder in die Welt der Lebenden gebracht werden. Dieses Ereignis brachte ihm den Beinamen „der Erstgestorbene“ ein.

Erschüttert durch diese Erfahrung bröckelte Shantor’s Welt oder besser gesagt seine Vorstellung über die Welt, wie sie sein sollte, langsam in sich zusammen. Auch wenn er viel Schönes und Interessantes auf seiner ersten Reise erlebte, das Grauen, welches er im Blutwald sah, machte ihm letztendlich bewusst, dass die Welt nicht dieser schöne Ort war, den er aus den Büchern seines Meisters Agnormitan kennengelernt hatte.

Natürlich hatte sich Shantor, wie jeder Elf auch, einmal gewünscht den Hof von Königin Alachia zu besuchen, auch wenn die schrecklichen Geschichten über das Ritual der Dornen war sein sollten, und vielleicht sogar dabei zu helfen die Wunden, die die dort lebenden Elfen während des Scourge erleiden mussten, zu heilen. Doch diese Hoffnung wurde mit dem ersten Betreten des Blutwaldes und der grausigen Realität zerstört. Auch wenn die Blutelfen für ihn nicht per se als bösartig einzustufen waren, machte ihm ihre Art zu leben, ihr Aussehen und ihre Rücksichtslosigkeit der Schönheit der Natur und des Lebens gegenüber klar, dass dies keine Elfen mehr waren und nichts den Elfenhof vergangener Zeiten würde wiedererwecken können.
Durch diese Erfahrung und natürlich auch die Geschehnisse in Kaer Akarem, welche ihm seitdem das stete Misstrauen seiner Gefährten und ihre bohrenden Blicke in seinem Rücken spüren ließen, zog sich Shantor immer weiter in sich zurück. Als schließlich der Dämonjäger Hatschi Finn Shantor von seinem, seid Kaer Akarem, ständigen Begleiter vorerst befreite, begann sich für Shantor immer häufiger die Frage zu stellen, wo sein Platz in dieser Welt sein sollte und wie er diesen Platz finden konnte.

Nachdem eine erneute Begegnung mit dem Übel aus den Niederwelten im Dorf der Talsgari Shantor und seine Gefährten wieder in die Nähe des Todes gebracht hatte, wurde Shantor nur allzu deutlich, dass er bisher wie ein Neugeborenes blind und ohne Ziel und Plan durch die Welt gestolpert war. Von einer Gefahr zur nächsten ohne auch nur die Spur einer Idee zu haben, wie er diesen Gefahren zu begegnen hatte oder gar die Mittel sie vermeiden zu können.

Ob es dann nun alleine die Ansicht des mächtigen Bollwerks der Zwerge, der Stadt Throal – Zentrum des Wissens und der Macht in Barsaive, war oder ob es die Akkumulation der bisherigen Erlebnisse war, mit dem Betreten der Stadt wusste Shantor, dass der Pfad des Kriegers für ihn nun beendet war und es an der Zeit war sich selbst der eigenen Illusionen endgültig zu entledigen und neue Ziele, Wünsche, Hoffnungen und Träume zu suchen.

Pfad des Gelehrten

Als äußerliches Zeichen für das Begehen des Pfades des Gelehrten kaufte sich Shantor eine neue Robe. Die Innenseite der Robe, wie auch der Bereich unterhalb der Knie auf der Außenseite war dunkelrot, während die restliche Robe inklusive der Kapuze in einem hellen Orangeton gehalten war. Als Verzierungen konnte man auf der Rückseite der Robe ein großes dunkelrotes Sonnensymbol finden. Die Brustseite nahe dem Herzen wurde mit einer goldenen Flamme bestickt. An den Ärmelenden wurden in elfischen Runen jeweils die Worte „Wissen“ und „Macht“ mit einem silbernen Faden von Shantor selbst verziert.

Weiterhin hielt Shantor von nun, wann immer möglich, zur Mittagsstunde, der heiligen Stunde auf dem Pfad des Gelehrten, ein dem Karmaritual ähnliches Gebetsritual ab.

Da er immer noch gebrandmarkt durch den Dämon „der Nebel war, auch wenn dieser momentan im Astralraum gebannt schien, beschloss Shantor einen Großteil seiner Aufmerksamkeit diesem Problem zu widmen. So lernte er durch einen zwergischen Gelehrten das Wissen um die Dämonen, wie zum Beispiel ihre verschiedenen Erscheinungsformen, ihre Fähigkeiten und natürlich auch Erzählungen über die großen namenhaften Dämonen, welche Barsaive während des Scourge heimgesucht hatten, kennen. Weiterhin erlernte er die Fähigkeit des Forschens, um so in Zukunft eigenständig einer möglichen permanenten Lösung seines dämonischen Problems näher zu kommen.

Ein weiterer Meilenstein im Werdegang in seinem Leben stellte die Begegnung mit dem Zwerg Gondolir dar. Dieser stellte mit seinem kükenhaften Verhalten Shantor einen Spiegel vor das eigene Antlitz. So sah Shantor, einmal abgesehen davon, dass es sich um einen Zwerg handelte, in Gondolir eine Art Spiegelbild seiner Selbst bevor er mit seinen Gefährten aus Kaer Nobuuk auszog. Einzig der unbedingte Willen seine Ziele zu erreichen, auch wenn es den eigenen Ruin bedeuten würde, unterschied die beiden Magier. So hatte der Zwerg einen Blutschwur geleistet einen Meister in Throal zu finden und dabei auch seine Gefährten verlassen, welche ohne ihn weitergezogen waren. Als Shantor Gondolir in einer Taverne das erste Mal traf, war der Zwerg in keinem guten Zustand – geistig wie auch körperlich, aber spätestens nachdem er die Geschichte des Zwerges gehört hatte, wusste Shantor, was er zu tun hatte. Und so verhalf er dem nahezu mittellosen Magier zum Teil mit Sicherheit auch bedingt durch diese empathische Beziehung zum Aufstieg in den zweiten Kreis der Disziplin der Magier.

In den folgenden Wochen wurde Shantor mit seinen Gefährten als B’juados des Hauses Byril‘ah verpflichtet. Dieser Kontrakt war auf Lebenszeit verpflichtend, aber die Werte und Ziele des Hauses waren mit denen der Gefährten gut vereinbar, so dass dieses Wagnis eingegangen werden konnte.

Der erste Auftrag als B’juado führte unter die Berge, um den Erben des Hauses, unseren Freund Mik, zu befreien. Dabei verloren wir mit Vitosh und Rachu nicht nur zwei Gefährten, auch der Einfluß des Nebels auf Shantor wurde wieder stärker. Zwar konnte Mik gerettet werden, doch war der Preis den Shantor dafür zahlen musste noch nicht abzusehen.

Als unmittelbare Folge dieses Abenteuers erhielten die Gefährten samt ihres neuen Begleiters Jeshee eine Audienz im Tempel des legendären Drachen Icewings.

Shantor Turail

Die gerechte Jagd Maenshae